Projekte

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Der Infostand ist ein Projekt welches von Mitgliedern der Supporters Crew Freiburg im Jahr 2008 ins Leben gerufen wurde. Anfangs war er ein Provisorium, später ein Häuschen, dann wieder ein Biertisch, dann mal Brötchenkisten usw. …
Häufig wurde durch eine große Infostandfahne auf diesen hingewiesen. Er Stand immer unter dem Motto „von Fans für Fans“ und wurde nie als SCFR-Infostand gesehen, wenngleich wir zum großen Teil unsere Materialien dort anboten und auch unsere Auswärtsfahrten bewarben.
Auch die Ultragruppe Wilde Jungs nutzte den Infostand unter der Treppe eine lange Zeit um Ihre Materialien anzubieten und um über Ihre Gruppe zu informieren.

Der Infostand unter der Nord hat sich mit der Zeit zu einer festen, nicht mehr wegzudenkenden Institution im Stadion etabliert. Viele Fragen wie „wo ist der Block NE“, „wo kann ich Zigaretten kaufen“ oder „wann ist das nächste Spiel der Amas” konnten dort schon beantwortet werden. Auch Situationsbedingt für Spendenaktionen etc. war der Infostand immer die Plattform und natürlich für die Anmeldungen zu den Auswärtsspielen.

Nach einigem hin und her ab dem Jahr 2011 wollte der Sportclub einen festen Container dafür anschaffen, was natürlich auch die FG auf den Plan rief, welche jetzt im Infostandcontainer heimisch ist, obwohl sie davor sich so gar nicht darum scherte. Trotz allem ist der neue Container gut und mit Sicherheit eine Verbesserung der früheren Situationen. Wir wollen dort auch nach wie vor unter dem Motto „von Fans – für Fans“ verfahren und bieten ein breites Informationsspektrum über uns, unsere Fanarbeit aber auch über alles andere was sich in der Freiburger, aber auch in anderen Fanszenen tut.
Unser Infostandteam setzt sich aus Fanaktivisten aus unseren Reihen zusammen und wechselt gelegentlich auch mal.

Den neuen Infostand findet ihr direkt neben dem Eingang zur Nordtribüne (im Stadioninneren).

Wenn ihr Fragen dazu habt, kommt am Infostand vorbei oder schreibt eine Mail an: info@supporterscrew.org

Diese Dokumentation ist entstanden, weil die Supporters Crew Freiburg e.V. (SCFR) die öffentliche Darstellung der Thematik „Jugendschutz innerhalb der Freiburger Fanszene“ vervollständigen will. Die SCFR will aufzeigen, wie sie sich verhalten hat, welche Schritte sie unternommen hat und welche Standpunkte sie zum Thema Jugendschutz vertritt.

Grundsätzlich ist es so, dass die SCFR zum einen, da sie ein eingetragener Verein ist, zum anderen aufgrund persönlicher Werte das Jugendschutzgesetz als sehr wichtig erachtet. Daher fühlt sich die SCFR zu jeder Zeit verpflichtet, alles dafür zu geben, dass das Jugendschutzgesetz eingehalten wird und den Kindern und Jugendlichen ein sicherer Raum gegeben wird, in dem sie die Faszination Fußball ausleben können.

Bereits vor gut drei Jahren wurde es durch die erhöhte Präsenz von Kindern und Jugendlichen im Umfeld der SCFR deutlich, dass es für ehrenamtliche Fan‐ Organisationen Grenzen gibt, um dem Thema „Kinder und Jugendliche bei Fußballspielen“ gerecht zu werden. Daher hat die SCFR sich seit dieser Zeit intensiv mit dem Thema Fanprojekt auseinandergesetzt und innerhalb der Fanszene, aber auch auf Vereinsebene des SC Freiburg für die Installation eines Fanprojekts geworben. Auf Vereinsebene ist das Thema Fanprojekt bisher auf Ablehnung gestoßen.

Die SCFR sieht sich als Interessengemeinschaft für alle aktiven Fans innerhalb der Freiburger Fanszene. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, als Ansprechpartner für Fragen ihrer Mitglieder und der Fanszene zu fungieren, Anliegen gebündelt an den Verein weiterzutragen, fanpolitisch Einfluss zu nehmen und Räume und Orte zu schaffen, die es möglich machen, das Fansein kreativ und selbstbestimmt ausleben zu können. Hauptaugenmerk liegt stets auf der positiven, aber auch kritischen Unterstützung des SC Freiburg.

Im Rahmen der Maßnahmen der Polizei bezüglich der Thematik Jugendschutz stützt sich die Polizei auf den § 8 des Jugendschutzgesetzes. Daher wird dieser Paragraph im folgenden Abschnitt genauer dargestellt, anschließend wird der gesamte Verlauf der Maßnahmen und Reaktionen aus Sicht der SCFR dokumentiert. Auf diese Chronik folgt ein Statement von Eltern, deren minderjähriges Kind Mitglied der SCFR ist. Abschließen wird diese Dokumentation mit Empfehlungen, die aus Sicht der SCFR dazu beitragen können, gerade die jungen Fans im Rahmen von Fußballspielen zu schützen und sie zu befähigen, selbst in der Lage zu sein, sich von schädlichen Einflüssen abgrenzen zu können und ein positives Fanbild zu entwickeln.

Alles weitere hierzu in unserer Dokumentation.

Die Supporters Crew unterstützt die Initiative “Stadion-in-Freiburg” und hat diese mitgegründet.

Wer steckt dahinter und was wollen wir?

Die Initiative „Stadion-in-Freiburg“ ist eine Initiative von verschiedensten SC Freiburg – Fans. Initiiert wurde die Kampagne bei einem Treffen von SC-Fans in der Sommerpause 2013.

Durch eine großangelegte Spruchband-Aktion in der Stadt, durch unsere Website und den Facebook-Auftritt können wir einige tausend Unterstützer unserer Kampagne zählen.

Die Initiative hat etliche Anhänger und Inputgeber in der Freiburger Fanszene, aber auch Haupttribünen-, Südtribünen- und Gegengeradenbesucher zählen zu unseren Initiatoren und Unterstützern. Dies wiederum ist sehr wichtig, um die Initiative möglichst breit aufzustellen und allen Anliegen gerecht zu werden.

Nachdem ein langfristiger Erhalt des jetzigen Stadionstandort aufgrund der bekannten Probleme immer unwirtschaftlicher und unwahrscheinlicher geworden ist, geht es uns nun vor allem darum, einen Stadionstandort innerhalb der Stadt Freiburg zu erhalten. Nach diversen Debatten, Planungsspielen und Gutachten sieht die Initiative Stadion-in-Freiburg den Wolfswinkel als annehmbarste Lösung.

Warum? Der SC Freiburg gehört zu den größten Imageträgern unserer Stadt und unserer Region. Der Verein und die Vereinsphilosophie sowie die Fanszene des SC Freiburg sind in Deutschland einmalig und deshalb gehört das Stadion in die Stadt wie das Münster.

Dies ist die Meinung vieler Bürger und Fans. Unter der Initiative “Stadion in Freiburg” wollen wir allen, die der Meinung sind, dass der SC Freiburg in die Stadt gehört, eine Plattform bieten, sich gemeinsam dafür stark zu machen.

Wir rufen alle SC-Fans dazu auf, unsere Kampagne zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, dass wir in Freiburg ein tolles neues Fußballstadion bekommen.

Bis zum Ende der Saison 2012 /2013 betrieb die Supporters Crew Freiburg e.V. eigene Räumlichkeiten im Freiburger Stadtteil Wiehre.

Nach der Abrissankündigung seitens des Vermieters und der Installation eines Fanprojekts in Freiburg, welches ebenfalls eigene Räume hat, entschlossen wir uns den Raum zu schließen.
Der Raum war über 4 Jahre eine unabhängige Anlaufstelle für SC-Fans aus jedem Klientel. Er bot Platz und Equipment für die Vorbereitung von Fanaktionen wie Choreos und Spruchbänder oder auch zum Erstellen und Lagern von Fahnen und Doppelhaltern. Natürlich gab es auch Raum zum geselligen Beisammensein, für Sitzungen oder zum gemeinsamen Fußball schauen. Der Raum war Anfangs ein sehr großes Wagnis, Stand doch die Finanzierung eigener, großer Räumlichkeiten in einer Stadt wie Freiburg, in bester Wohnlage, stehts auf wackeligen Beinen.

Für uns als SCFR genoss der unterhalt eigener Räumlichkeiten jedoch ein sehr große Priorität und so konnten wir 4 tolle Jahre in unserem Raum erleben.Seit der Einführung des Fanprojekts wollen wir uns fortan in deren Räumen einbringen und wer weiß was die Zeit so bringt… Vielleicht wird das Projekt Raum ja nochmals in Angriff genommen.

Fan.tastic females in Freiburg. Ein Rückblick.

Bereits im September 2018 wurde der Entschluss gefasst die Wanderausstellung „fan.tastic females – football her.story“ nach Freiburg zu holen. Seitdem hatten die Planungen und Vorbereitungen begonnen – der SC Freiburg konnte als Schirmherr und Unterstützer gewonnen werden und auch die Stadt Freiburg sicherte eine Schirmherrschaft durch OB Martin Horn sowie einen finanziellen Zuschuss zu. Nach und nach bildete sich ein Organisationsteam, in dem sich viele unterschiedliche Menschen aus der Freiburger Fanszene zusammengefunden haben.

Rückblickend können wir sagen, dass das der erste Erfolg der Ausstellung war: die gemeinsame Organisation, die Betreuung der Ausstellung sowie die Vorbereitung und Durchführung der Choreografie und des Rahmenprogramms haben Fans zusammen gebracht und innerhalb der Fanszene neue Orte der Begegnung und Zusammenarbeit geschaffen, die auch über die Ausstellung hinaus ihre Früchte tragen werden. 

Insgesamt blicken wir voller Freude und Begeisterung auf die Ausstellungstage zurück. Bei der Eröffnung am Montag, 25. März, konnten wir über 60 Gäste zählen, die damit der Bedeutung des Ausstellungsthemas Ausdruck verliehen. Bereits am Donnerstag folgte dann mit ebenso vielen Gästen die erste Abendveranstaltung, die sich dem Thema Sexismus in den Fankurven widmete. Besonders war an dieser Diskussion, dass wir über uns in den Fanszenen sprachen – dass dies auf eine so hohe Resonanz gestoßen ist, zeigt uns, dass wir in Freiburg auf dem richtigen Weg sind.

Als ebenso gelungen empfinden wir die Thematisierung des Frauenfußballs beim Sport-Club: es freut uns, dass wir durch unseren zusätzlichen Aufsteller für die Widrigkeiten, mit denen der Frauenfußball in Deutschland konfrontiert war, sensibilisieren konnten. Es gelang uns endlich ein Auswärtsspiel der Frauenlautstark zu unterstützen und den Einzug ins Pokalfinale live während der Ausstellung zu verfolgen. Die Talkrunde zu Männer- und Frauenfußball beim Sport-Club rundete das Ganze dann im Zuge der letzten Abendveranstaltung der Ausstellung mit über 70 Gästen am Dienstag, 2. April, ab.

Insgesamt zählten wir inklusive der Veranstaltungen 365 Gäste bei der Ausstellung – die Besuche reichten von einem kurzen Einblick bis zu Gästen, die es wirklich geschafft haben, sich die gesamte Ausstellung mit über 8 Stunden Videomaterial anzuschauen. Hinzu kommen zahlreiche Gespräche, die durch die Ausstellung angestoßen wurden: Diese reichten von der Begeisterung zum Fußball, über Anerkennung für die portraitierten weiblichen Fans hin zu dem Privileg, durch die Ausstellung exklusive Einblicke in unterschiedliche Fankulturen in Europa zu erhalten. 

Doch auch außerhalb der Ausstellung gelang es uns gemeinsam, ein deutliches Zeichen im Stadion zu setzen, das auch bundesweite mediale Resonanz fand: in zahlreichen Stunden Arbeit wurde eine Choreografie erarbeitet, in der wir uns in aller Deutlichkeit gegen Sexismus im Fußball positionierten. Das Organisationsteam entschied sich dafür, statt einer einfachen Positionierung eine Story zu erzählen, in der wir auch Selbstkritik üben: So wurden zunächst sexistische Spruchbänder präsentiert, deren Aussagen sowohl in Freiburg, als auch bundesweit in den Fanszenen leider immer noch zum Alltag von aktiven Fans gehören. Im Hinblick darauf fragt ein junges Mädchen, ob das wirklich unser Fußball sein soll. Die Antwort lies nicht lange auf sich warten: es erschien eine ältere Frau, die dies deutlich verneinte und dazu aufrief, sich gegen Sexismus einzusetzen. Daraufhin wurden die sexistischen Spruchbänder symbolisch mit Konfetti und Luftschlangen zerstört und stattdessen ein Transparent mit der Aufschrift „Love football – hate sexism“ hochgehalten. Auch wenn wir die Choreo als vollen Erfolg bewerten, müssen wir auf Schwierigkeiten hinweisen: leider hatte eine Gruppe aus der aktiven Fanszene ein so großes Problem mit einer Positionierung gegen Sexismus in Form einer Choreografie, dass sie sowohl sexistische Lieder während der Durchführung anstimmte, als auch versuchte gegen die Choreo zu arbeiten. Wir sind sehr froh, dass dieser Widerstand für die meisten Fans nicht sichtbar wurde und die Choreo nicht beeinträchtigte – gleichwohl zeigte uns dieses Verhalten, dass wir in Freiburg noch ​einiges zu tun haben, wenn wir Sexismus gemeinsam aus unserem Stadion verbannen wollen. 

Freiburg, 04.04.2019 

Das Organisationsteam der fan.tastic females Ausstellung in Freiburg